Leonardo.ai - Die beste KI für Bilder (2024)

Willkommen bei unserer KI-Tool der Woche Reihe, in der wir euch immer ein Tool vorstellen. Bilder mit künstlicher Intelligenz erstellen, verschiedene Modelle für unterschiedlichste Stile nutzen, egal ob fotorealistische, Cartoon- oder Videospielgrafiken. Bilder animieren oder sogar in Echtzeit erstellen – all das geht mit Leonardo, einer der aktuell besten Bild-KIs auf dem Markt.

In diesem Artikel zeige ich Dir alle Möglichkeiten, die das Tool bietet und wie viel davon wir sogar kostenlos nutzen können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie kann ich das nutzen und was kostet es?
  2. Kernfunktionen und Merkmale
  3. Lizenzen und Rechte
  4. Smartphone Apps von Leonardo.ai
  5. Zielgruppe
  6. Vor- und Nachteile
  7. Wer steckt eigentlich dahinter?
  8. Abschlussbewertung

Wie kann ich das nutzen und was kostet es?

Leonardo finden wir unter der Website leonardo.ai bzw. Die Anwendung eigentlich unter app.leonardo.ai, das ist aber direkt auf der Hauptwebsite auch verlinkt. Um loszulegen müssen wir einen kostenlosen Account erstellen. Das geht dabei mit einer Email Adresse oder man verwendet das eigene Apple, Google oder Microsoft Konto.

Was die Nutzung betrifft, haben wir bei Leonardo zwar bezahlte Pläne, aber auch die Möglichkeit die Bilderzeugung in weiten Teilen großzügig umsonst zu verwenden. Jeden Tag bekommen wir nämlich 150 Tokens, die wir für verschiedenste Aufgaben einsetzen können. Die Bilderzeugung mit den besten Modellen kostet beispielsweise aktuell 6 Tokens für vier Bilder aus einem Prompt, damit kommt man also schon richtig weit, wenn man nicht am Stück hunderte von Bildern generieren muss.

Leonardo.ai - Die beste KI für Bilder (1)

Wenn wir einen Blick auf die Preisübersicht für die Abo-Modelle werfen, dann sehen wir dass es bei 12 Dollar im Monat losgeht, wofür man schon eine ganze Menge bekommt. Hier sind auch einige weitere Funktionen enthalten.

Kernfunktionen und Merkmale

Wenn man sich angemeldet hat, dann kann es schon vorkommen, dass man sich zunächst einmal ein bisschen erschlagen fühlt von all den Möglichkeiten, die das Leonardo Dashboard bietet. Versuchen wir das mal ein bisschen aufzuräumen. Grundlegend gibt es verschiedene Tools, für Bilderzeugung (1), Animieren von Bildern (2), Hochskalieren (3) und Bearbeiten der Generationen (4).

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Wenn wir uns die Bilderzeugung ansehen, dann haben wir bei Leonardo jede Menge unterschiedlicher Tools oder Modelle, die uns zur Verfügung stehen. Schon in der ersten Auswahl gibt es eine Menge Möglichkeiten und wenn wir dann alle Modelle anzeigen lassen, dann gibt es eigentlich nichts, was es nichts gibt.

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Sowohl von Leonardo selbst, als auch von der Community werden wir Möglichkeiten gelistet, teilweise sehr allgemein, also gut für fotorealistische oder Videospiel-Charaktere. Teilweise sind die Modelle aber auch wirklich hyperspezialisiert, zum Beispiel habe ich vor Kurzem ein Modell zur Erzeugung von detailreichen Äxten gesehen.

Leonardo hat jetzt die neue Version 2 des eigenen Bilderzeugungstools vorgestellt. Hier haben wir jetzt eine vereinfachte Oberfläche, bei der wir nur noch eine begrenzte Auswahl von Modellen haben, die wir unter Advanced Settings unten auswählen können.

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Die neue Version soll vor allem unerfahrenen Personen dabei helfen, bessere Ergebnisse zu erzielen. Wir geben einfach einen Prompt ein und schon wird das Bild erzeugt. In der Seitenleiste gibt es dann noch einige, selbsterklärende Einstellungen zum Format, Anzahl zu erzeugenden Bilder und mehr, die man am besten in der Praxis selbst durchprobiert.

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Aktuell kann man noch auf die riesige Modellauswahl der alten Version zurückspringen, indem man oben den Schalter bei Legacy Mode aktiviert. Diese Oberfläche ist ein bisschen unübersichtlicher, aber bietet noch mehr Optionen für Power User. Ich denke aber, die werden dann in die V2 vermutlich nach und nach noch integriert.

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Neben der normalen Bilderzeugung haben wir nicht nur eine sondern zwei Möglichkeiten zur Echtzeit-Generierung. Entweder wir nutzen Realtime Generation,hier können wir einfach losschreiben und sehen, was die KI daraus macht, beeinflussbar durch unterschiedliche Stile oder wir verwenden den Realtime Canvas.

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Hier können wir auch einen Prompt eingeben aber dann selbst auf der einen Seite skizzieren und kritzeln und auf der anderen Seite wird dan Bild nach unseren Vorstellungen, was die Komposition angeht erstellt. Beides sehr coole Features, die finde ich auch auf beeindruckende Art und Weise zeigen, wie fortgeschritten die Technologie mittlerweile schon ist.

Zum Upscaler muss man nicht viel sagen – hier können wir niedrig aufgelöste Bilder hochskalieren lassen, das funktioniert dabei schon echt gut und wir haben schon oft sehr brauchbare Versionen von sonst nutzlosen Bildern erzeugen können.

Interessant wird es wieder beim Punkt Motion. Dieses Feature ermöglicht es uns aus einem statischen Bild eine Animation oder ein kurzes Video zu erstellen. Hier sehen wir aktuell noch ein bisschen Licht und Schatten und die Erfahrung zeigt, je subtiler die Animation, desto besser sind die Endergebnisse noch. Aber das steht noch ziemlich am Anfang und wir sind gespannt darauf, wie sich Motion weiterentwickeln wird.

Abschließend haben wir noch den Canvas Editor. Hier bietet Leonardo Bearbeitungsmöglichkeiten für unsere Bilder, vieles funktioniert gut und mit KI wird man oft nett unterstützt, aber ich denke, professionelle Ansprüche werden hier – noch – nicht erfüllt.

Das neueste Feature von Leonardo ist aktuell die Style Reference und das ist sehr beeindruckend. Damit können wir im Bereich der Bilderzeugung ein Bild bereitstellen und als Stil-Vorlage für neue Bilder verwenden. Es kann in verschiedenen Stärken eingestellt werden, wie sehr sich am Stil orientiert wird und die Ergebnisse sind teilweise unglaublich gut. Im Prinzip kann ich so mit der Vorlage das Ganze drumherum festlegen und muss der KI nur noch sagen, was ich als Subjekt auf meinem Bild haben möchte.

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Wir haben also viele Möglichkeiten, etwas zu generieren, egal ob Bilder oder Animationen. Da stellt sich uns natürlich wie immer die Frage: Wie darf man das Ganze verwenden?

Lizenzen und Rechte

Hier unterscheidet sich Leonardo kaum von anderen Plattformen, die eine Erzeugung von Material in irgendeiner Form ermöglichen. Generell sind wir Eigentümer unserer Generationen und können diese dementsprechend frei verwenden, auch kommerziell. Leonardo bekommt trotzdem eine Lizenz für die Verwendung des Materials, die ihr immer aktuell in den Nutzungsbedingungen nachlesen solltet.

Was hier noch wichtig ist: Im kostenlosen Plan trifft all das genau so zu. Ich kann also ein generiertes Bild auf ein T-Shirt drucken und verkaufen. Aber alle meine Generationen sind bei Leonardo öffentlich, können kopiert und bearbeitet werden. Es kann also sein, dass jemand anderes mein Design fast genauso nachmachen kann. Wenn ich einen bezahlten Plan habe, gibt es die Option meine Generationen privat zu halten und das zu vermeiden, wenn ich das möchte.

Ansonsten nochmal der Hinweis auf die Terms of Service also Nutzungsbedingungen, die ich in der Beschreibung verlinkt habe. Hier ändern sich schnell mal Dinge, deshalb am Besten immer tagesaktuell nachschauen, was gerade gilt. Werfen wir noch kurz auf einen Blick auf Leonardo außerhalb der Website.

Smartphone Apps von Leonardo.ai

Aktuell hat Leonardo außerhalb der Website lediglich eine App für iOS. Diese beinhaltet eigentlich fast alle Features der Website, ohne etwas Neues zu liefern. Für unterwegs ist die App ganz nett, ich persönlich finde aber gerade das Arbeiten mit Bildern selbst auf einem neuen iPhone etwas anstrengend, man hat eben nur einen kleinen Bildschirm, da macht das Arbeiten auf der Website deutlich mehr Spaß.

Seit Neuestem gibt es aber auch eine gute Nachricht für Nicht-iPhone-User: Die App wurde jetzt auch für Android angekündigt.

Zielgruppe

Leonardo bietet einen guten Kompromiss zwischen beeindruckender Technologie mit richtig guten Ergebnissen und einer immer noch einigermaßen intuitiven und einfachen Bedienung. Damit ist das Tool die erste Wahl für alle Bild-KI Begeisterten, denen ein Discord Server wie bei Midjourney ein bisschen zu kryptisch ist. Qualitativ kann Leonardo auch durch die breite Auwahl von Modellen fast für jede Stilrichtung perfekte Ergebnisse liefern.

Wer sich also gerne mit Bild-KIs beschäftigt, muss Leonardo unbedingt testen. Das Tool ist natürlich auch interessant für Fotografen, Künstler oder Designer. In vielen Fällen kann Leonardo hier eine tolle Inspiration oder Unterstützung sein. Sehen wir uns jetzt kurz die

Vor- und Nachteile

✅ Die Stärken von Leonardo

  • Eine Plattform mit vielen Möglichkeiten rund um Bilderzeugung
  • Qualität der erzeugten Medien ist sehr gut
  • Großzügiger kostenloser Plan

❌ Die Schwächen von Leonardo

  • Etwas unübersichtliche Oberfläche durch viele Optionen
  • Wenige Top-Modelle, spezialisiert Modell sind oft auf den zweiten Blick etwas schwächer

Wer steckt eigentlich dahinter?

Leonardo.ai kommt aus Syndey, Australien und wurde von JJ Fiasson, Peter Runham, Ethan Smith, and Chris Gillis gegründet. Eigentlich war die KI-Plattform als reines Tool zur Erzeugung von Assets für Videospiele gedacht, da vor allem JJ Fiasson damit in seinem Game Studio gearbeitet hat.

Nachdem sie sich ausführlich mit den Möglichkeiten der generativen KI beschäftigt haben, ist das Team laut eigenen Angaben tief ins Rabbit Hole gefallen und jetzt ist aus Leonardo doch sehr viel mehr geworden, als eigentlich geplant war. Kommen wir zu unserer…

Abschlussbewertung

Leonardo ist eins unserer Lieblings-KI-Tools. Nicht nur, dass eben sehr gute Bilder erstellt werden können, in einer angenehmen Umgebung mit intuitiver Oberfläche – es werden auch regelmäßig neue, innovative Funktionen vorgestellt und das Allermeiste davon ist auch mit dem kostenlosen Plan problemlos nutzbar.

An Alternativen mangelt es natürlich nicht: Egal ob Stability oder eben auch der König der Bild KIs Midjourney, die kurz vor dem finalen Wechsel auf die Website stehen und damit auch die Discord Problematik Geschichte sein dürfte.

Trotzdem wird es bei beispielsweise Midjourney vermutlich auch in der Zukunft schwer sein, etwas gratis zu bekommen und Stability bringt eben nicht die Vielzahl an Möglichkeiten mit, die uns Leonardo bieten kann.

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Author: Edwin Metz

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